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Lippische Kirche will am Sparkurs festhalten

<b>Die lippische Synode</b> bei der Frühjahrstagung in Haus Stapelage. Auch die Zukunft dieses Tagungshauses ist ungewiss. Foto: Uwe Rottkamp

Die lippische Synode bei der Frühjahrstagung in Haus Stapelage. Auch die Zukunft dieses Tagungshauses ist ungewiss. Foto: Uwe Rottkamp

Die Lippische Landeskirche will an ihrem Sparkurs festhalten. Die Landessynode, die am Montag in Lemgo beginnt, soll Kernbereiche der Kirche festlegen.

»Klar ist: Wir werden sparen müssen«, kündigte Landessuperintendent (Bischof) Martin Dutzmann in Detmold an: Bis 2012 will die rund 190.000 Mitglieder zählende fünftkleinste evangelische Landeskirche in Deutschland rund 500.000 Euro weniger ausgeben.

So sollen laut Dutzmann unter anderem die Strukturen im Landeskirchenamt und im Diakonischen Werk überprüft werden. Auch die Zukunft des kirchlichen Tagungshauses in Lage-Stapelage und der Theologischen Bibliothek werde diskutiert.


Die Kirche zukunftssicher machen

Das Kirchenparlament soll auf seiner zweitägigen Beratung darüber entscheiden, welche Bereiche auf Reduzierungen überprüft werden. Konkrete Einsparungen werde die Synode jedoch noch nicht beschließen. Ziel der Einsparungen sei es, die Kirche für die Zeit ab 2012 zukunftssicher zu machen, betonte Dutzmann.

Die Landessynode wird auch den Haushalt für das kommende Jahr verabschieden. Für 2009 rechnet die Landeskirche mit etwa 29 Millionen Euro an Kirchensteuereinnahmen, wie der Juristische Kirchenrat Arno Schillberg erläuterte. Das wäre eine Million weniger als im laufenden Jahr.


Steuern: Finanzlage bleibt angespannt

Zwar hätten die bisherigen Sparmaßnahmen Wirkung gezeigt. Die Finanzlage bleibe jedoch nach wie vor angespannt.


Mehr ehrenamtliche Pfarrer und Laien im Gottesdienst

Dutzmann sprach sich auch dafür aus, künftig mehr ehrenamtliche Pfarrer und Laien in den Gottesdiensten einzusetzen. Die Synode wird über einen Antrag beraten, nach dem Laien nicht nur predigen, sondern auch Abendmahl und Taufe vornehmen können sollen.

Die ehren- und nebenamtlichen Dienste sollen jedoch keine »Billig-Pfarrer« sein, betonte Dutzmann. Die Landeskirche will bis zum Jahr 2012 die Zahl der Pfarrstellen von derzeit rund 96 auf etwa 80 weiter reduzieren.

Das Kirchenparlament werde zudem über die Themen »Armut in Lippe« sowie über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan beraten. epd

Dieser Beitrag wurde am 20.11.2008 um 04.14 Uhr veröffentlicht.

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